KI im Managed Travel: Mythen und Realitäten

Die Einführung von KI erfolgt schneller als das Verständnis von Managed Travel – und diese Lücke ist entscheidend.

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KI ist plötzlich überall im Bereich Managed Travel zu finden. Was fehlt, ist gemeinsame Klarheit – darüber, was tatsächlich als KI gilt, wem sie gehört und wie schnell Programme sie übernehmen können, ohne neue Risiken einzugehen.

Tools werden schneller auf den Markt gebracht, als die Programme sie bewerten können, und die Reiseteams werden aufgefordert, Funktionen zu übernehmen, die sie nicht vollständig kontrollieren können. Das Problem ist nicht der Widerstand gegen KI, sondern die Frage, wo KI das Programm sinnvoll beeinflussen kann. Programm-Manager sollten erwarten, dass sie den Aufwand, die Datenbereitschaft und die Implementierung berücksichtigen.

Was meinen wir, wenn wir von KI sprechen?

Managed Travel nutzt KI bereits in verschiedenen Formen, aber in der gesamten Branche gibt es kein gemeinsames Verständnis dafür, was das eigentlich bedeutet.

„KI“ wird als Sammelbegriff verwendet und umfasst alles von regelbasierter Automatisierung bis hin zu Systemen, die lernen, sich anpassen und eigenständig handeln. Wenn diese Unterscheidungen nicht klar sind, laufen Programme Gefahr, falsche Erwartungen zu setzen, den Aufwand falsch einzuschätzen und Lösungen zu genehmigen, ohne die Auswirkungen vollständig zu verstehen.

Das Schließen der Lücke sollte nicht erst mit dem Einsatz des Tools beginnen. Es beginnt mit klareren Definitionen, besser nachvollziehbaren Anwendungsfällen und der Bereitschaft, sich lange genug Zeit zu nehmen, um bessere Fragen zu stellen, bevor man Lösungen skaliert.

Was ist zu beachten?

  • Welche KI-Funktionen sind heute tatsächlich verfügbar? Und welche sind noch im Entstehen begriffen?
  • Wo gehört KI in ein verwaltetes Reiseprogramm?
  • Wer ist für die Ergebnisse verantwortlich, wenn KI Entscheidungen beeinflusst oder trifft?
  • Und was passiert, wenn KI etwas falsch macht?

Entlarvung von Mythen: KI und Managed Travel

Nachfolgend finden Sie einige KI-Mythen und die Gründe, warum sie Programme weiterhin behindern.

Die Rolle eines TMC bei der Einführung von KI

Der Zugang zu KI-Tools ist keine Herausforderung. Es geht darum zu entscheiden, wo KI in das Programm gehört, wie sie geregelt werden sollte und wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Hier spielt Ihr Travel Management Company (TMC) eine wichtige Rolle.

Das TMC ist nicht nur Ihr Partner in Sachen Technologie, Leistungserbringung, Richtlinien, Fürsorgepflicht und Daten. Er ist auch Ihr Berater. Für die Einführung von KI bedeutet dies, dass er Ihnen bei der Erprobung von Tools hilft und Sie bei Implementierungsentscheidungen unterstützt.

Aus einer Programmperspektive kann BCD helfen:

  1. Erkennen, wo KI einen Mehrwert bietet und nicht nur ein Hype ist. Dazu gehört die Unterscheidung zwischen Anwendungsfällen, die von Intelligenz und Lernen profitieren, und solchen, die besser durch regelbasierte Automatisierung oder menschliches Urteilsvermögen bedient werden.
  2. Überprüfung der Bereitschaft und des Interesses, damit die Programme klar verstehen, was für die Skalierung von KI-Lösungen erforderlich ist.
  3. Verwaltung der Verantwortlichkeit. Klären und definieren Sie, wer für die Ergebnisse in den verschiedenen Teams, Tools und Services verantwortlich ist.
  4. Governance ansprechen. Stellen Sie sicher, dass Leitplanken, Eskalationspfade und Transparenz eingebaut werden, bevor Probleme über die Anzahl der Reisenden, die Ausgaben oder das Risiko hinausgehen.
  5. Schaffen Sie ein Gleichgewicht zwischen künstlicher Intelligenz und menschlichem Urteilsvermögen. KI verbessert die Geschwindigkeit, Konsistenz und Skalierbarkeit. Menschen bleiben für Ausnahmen, ethische Fragen und komplexe Entscheidungen unverzichtbar. BCD hilft dabei, diese Balance zu finden, so dass die KI das Programm verbessert, ohne die Verantwortlichkeit oder die menschliche Sorgfalt zu ersetzen.

BCD unterstützt Platinum Pathways, eine Flaggschiff-Initiative des Institute of Travel Management (ITM), die Branchenführer zu wichtigen Themen im Bereich Geschäftsreisen zusammenbringt. Die hier geteilten Erkenntnisse stammen aus AI & the Evolution of Travel, einer von mehreren Pathways-Sitzungen, die BCD im Jahr 2026 leitet. Weitere Informationen finden Sie hier: https://thebusinesstravelmag.com/itm-launches-platinum-pathways-initiative/