Schwimmen gegen Plastikmüll

Ross Paterson ist ein erfolgreicher Freiwasserschwimmer. Als er im Jahr 2018 den Ärmelkanal durchquerte, ärgerte er sich über den umhertreibenden Plastikmüll. Zurück im Büro startete er gemeinsam mit seinem globalen Team eine Initiative zur Vermeidung von Plastikmüll.

Ross Paterson ist neben seinem Beruf als Senior Director, Global Program Management bei BCD Travel ein erfolgreicher Freiwasserschwimmer. Als er im Jahr 2018 den Ärmelkanal durchquerte, ärgerte er sich über den umhertreibenden Plastikmüll. Zurück im Büro startete er gemeinsam mit seinem globalen Team eine Initiative zur Vermeidung von Plastikmüll.

Ross Paterson, Sie haben schwimmend den Ärmelkanal durchquert. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Bei Wettbewerben im Freiwasserschwimmen lernte ich Kollegen kennen, die bereits durch den Ärmelkanal geschwommen waren – oder es zumindest versucht hatten. Der English Channel ist das, was für Bergsteiger der Mount Everest ist: der absolute Höhepunkt! Allerdings haben heutzutage mehr Bergsteiger den Everest erklommen, als Schwimmer bei 17 Grad Wassertemperatur den Kanal durchquert.

Die Entscheidung, es auch zu versuchen, traf ich 2017 nach meinem Master-Abschluss.

Worüber haben Sie all diese Stunden lang nachgedacht?

Einen großen Teil der Zeit habe ich überlegt, was ich als Erstes essen würde, wenn ich das Ziel erreicht hätte.  Außerdem habe ich darüber nachgedacht, wie man Plastikmüll vermeidet: Was ich persönlich tun kann und wie ich mein berufliches Team einbinden und motivieren könnte.

Was tut BCD für eine nachhaltigere Welt?

Nachhaltigkeit hat höchste Priorität für BCD Travel. Für unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten haben wir zum dritten Mal die „Gold“-Bewertung von EcoVadis erhalten. Damit gehören wir zum besten Prozent aller bewerteten Anbieter. Finden Sie heraus, wie Ihr Unternehmen von unserem Nachhaltigkeitskonzept profitiert.

Was hat Sie zu diesem Gedanken veranlasst?

Unterwegs kam es immer mal wieder vor, dass ich durch Plastikmüll schwimmen musste: Einkaufs- und Chipstüten, Gummihandschuhe, Wasserflaschen und so weiter. Das hat mich wirklich geärgert. Wer rechnet schon damit, dass meilenweit von der Küste entfernt so viel Müll treibt?

Dabei kam mir in den Sinn, wie viele Plastikflaschen, Kaffeebecher und Strohhalme nicht nur privat, sondern auch im beruflichen Kontext genutzt werden. Mit etwas gutem Willen ist vieles davon vermeidbar.

Was machen Sie in Ihrem Alltag, um Plastikmüll zu verringern?

Ich ärgere mich schon lange über Kunststofftüten aus dem Supermarkt und bin ein großer Verfechter von wiederverwendbaren Einkaufstaschen.

In New York, wo ich lebe, sind Einkaufstüten aus Plastik immer noch gang und gäbe. Selbst wenn Sie nur zwei Äpfel kaufen, gibt man Ihnen an der Kasse eine Plastiktüte.  Die Verkäufer sind immer sehr erstaunt, wenn ich ihnen sage, dass ich keine Tüte brauche.  Wenn ich das Geschäft verlasse, habe ich immer das Gefühl, die New Yorker Verkäufer belehren zu wollen. Aber ich bin der Meinung, dass auch Supermärkte in der Verantwortung stehen, Plastikmüll zu vermeiden.

Was unternehmen Sie konkret, um möglichst wenig Plastik zu verbrauchen?

Ich bin kein Umweltaktivist, aber ich denke, man kann schon einiges bewirken, indem man ein Bewusstsein für das Problem schafft.  Ich arbeite für ein globales Unternehmen mit einem großen globalen Team. Das gibt mir die Möglichkeit, viele Menschen für die Gefahren von Einweg-Plastik zu sensibilisieren.

Mein Team hatte kürzlich ein Meeting in Barcelona und als CSR-Initiative arbeiteten wir mit Pure Clean Earth zusammen, einer örtlichen gemeinnützigen Organisation, die wöchentliche Strandreinigungsaktionen organisiert.  Wir haben einen Vormittag lang gemeinsam den Strand gereinigt. Mein Ziel war, dass meine Kollegen das Thema mit in ihre Heimatländer nehmen, sich in ihren lokalen Teams weiter für das Thema einsetzen und ähnliche Initiativen starten.

Wir unternehmen auch in unseren Meetings Schritte, um andere dazu zu ermuntern, Wasserflaschen und Becher wiederzuverwenden, auf Einweg-Kunststoffbesteck und Trinkhalme zu verzichten usw. Als Unternehmen hat BCD Travel die Nutzung von Einwegplastik weltweit bis Ende 2018 um 25 Prozent reduziert.

Ross Patersons Team nach der erfolgreichen Strandreinigungsaktion.

5 R, DIE DIE WELT VERÄNDERN KÖNNEN

  1. REFUSE (ABLEHNEN): Bestellen Sie Getränke ohne Trinkhalm, lehnen Sie die Plastiktüte im Supermarkt ab, verweigern Sie Einweg-Plastikartikel.
  2. REDUCE (VERRINGERN): Suchen Sie nach Alternativen zu Plastik und Verpackungen im Allgemeinen. Bringen Sie Ihre eigenen Taschen mit, kaufen Sie weniger. Stellen Sie sich vor dem Kauf die Frage: „Benötige ich das wirklich?“
  3. REUSE (WIEDERVERWENDEN): Kaufen Sie wiederverwendbare Wasserflaschen, Einkaufstaschen, Tragetaschen, benutzen Sie Glasgefäße und Kunststoffartikel mehrmals, greifen Sie zu Recyclingpapier. Werden Sie kreativ.
  4. REPURPOSE (UMFUNKTIONIEREN): Gestalten Sie alte Gegenstände in etwas Neues um. Ein altes T-Shirt kann etwa zum Reinigungstuch, ein kaputter Regenschirm zur Tasche umfunktioniert werden. Werden Sie kreativ.
  5. RECYCLE (RECYCELN): Dies muss die letzte Option sein. Reinigen Sie den Müll und trennen Sie ihn richtig. Je besser Sie recyceln, desto mehr wird wiederverwertet.

Quelle: Pure Clean Earth

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