Die Form des Reisens

Im Zuge der Erholung der Reisetätigkeit stellt BCD Travel fest, dass sich bei Kunden bestimmte Muster herausbilden.

Geschäftsreisende kehren wieder in die Luft und auf die Straße zurück – und dabei zeichnen sich klare Muster ab. Bei den Kunden von BCD Travel wird die Erholung der Reisetätigkeit durch die Sorge um die Fürsorgepflicht, die Bewältigung von Problemen innerhalb der Lieferkette und die Navigation durch sich laufend ändernde COVID-19-Protokolle und -Beschränkungen auf globaler und lokaler Ebene geprägt. „Es gibt keine Erfahrungswerte, wann und wie sich diese Muster ändern werden”, so sagt Kjarsten Philipsen, Senior Vice President Regional bei BCD. „Aber TMCs müssen ihre Programme mit Protokollen und Lösungen umrüsten, um das Vertrauen der Reisenden zu stärken und die Unternehmen sicher wieder an Geschäftsreisen heranzuführen.”

Sicherheit und Wohlbefinden von Reisenden

Fürsorgepflicht und COVID-19-Infektionsraten sind nach wie vor wichtige Faktoren, wenn Geschäftsreisende sich für oder gegen eine Geschäftsreise entscheiden. Letztes Jahr haben sich Geschäftsreisende auf virtuelle Meetings und Interaktionen am Bildschirm verlegt, um ihrem Kerngeschäft weiterhin sicher nachgehen zu können. In diesem Sommer ergab eine BCD-Umfrage unter 783 Geschäftsreisenden, dass sie bereit sind, sich wieder persönlichen Treffen zu widmen und dafür zu reisen. Allerdings nur dann, wenn sie und ihre Unternehmen es als ausreichend sicher einstufen.

Wenn eine Reise genehmigt wird, so Philipsen, können Geschäftsreisende, die sich erst wieder ans Reisen gewöhnen müssen, von der Anleitung durch ihr Travel Management in Sachen Reisevorbereitung, Wohlbefinden und Risikominimierung profitieren. „Die Reisenden müssen über Quarantänebestimmungen, Reisebeschränkungen und andere Vorschriften auf dem Laufenden gehalten werden. Reiseteams und Reisende müssen planen, wie sie die Anforderungen der Anbieter erfüllen können, die einen Nachweis über negative COVID-Testergebnisse oder einen Impfstatus verlangen. Eine Reiserichtlinie, die diese Faktoren berücksichtigt, ist hervorragend geeignet, Unternehmen und ihre Reisenden zu unterstützen.”

Mietwagen und Bahn

Kjarsten Philipsen, Senior Vice President Regional, BCD Travel

Ein weiteres Muster zeichnet sich ab: Geschäftsreisende sind eher bereit, für Strecken, die sie normalerweise mit dem Flugzeug zurücklegen würden, einen Mietwagen oder das eigene Fahrzeug zu nutzen. Philipsen: „Wenn Sie in letzter Zeit versucht haben, ein Auto zu mieten, haben Sie eventuell schon die Erfahrung gemacht, dass das Angebot an Fahrzeugen knapp ist und die Preise steigen. In einigen Märkten ist das Angebot an Mietwagen an Flughäfen sogar geringer als abseits davon. Die steigende Nachfrage stellt eine Herausforderung dar, bietet aber auch Chancen. Travel Manager können das gestiegene Volumen nutzen, um mit Mietwagenanbietern zu verhandeln.”

Während Preise verhandelbar sind, gilt dies nicht für die Fürsorgepflicht oder die Gesundheit und das Wohlbefinden der Reisenden. Bei der strategischen Planung für Mietwagen sollten sich Travel Manager die Frage stellen: „Was brauchen Reisende, um sich sicher zu fühlen?” Auf dieser Grundlage können sie Prozesse entwickeln, um die Sicherheitsprotokolle der Mietwagen für jede Reise zu überprüfen.

Auch Bahnreisen nehmen zu, angetrieben durch den anhaltenden Fokus auf Nachhaltigkeit in Sachen Umwelt und Fürsorgepflicht. Nachhaltigkeit hat für alle höchste Priorität – und die Bahn gilt als die grünste Art zu reisen. Für Geschäftsreisende bietet die Bahn die Möglichkeit einer leichteren sozialen Distanzierung, ruhige Abteile mit weniger Störungen und mehr produktiver Zeit. Reisende und Travel Manager schätzen außerdem die wettbewerbsfähigen Preise und den Komfort der Bahn in bestimmten Märkten.

Lieferengpässe

Probleme in der Lieferkette zeigen sich im Zuge der Erholung der Reisebranche deutlich. Geschäftsreisende berichten von eingeschränktem Service, reduziertem Angebot und gestiegenen Preisen. Mietwagen sind, wie bereits erwähnt, schwer zu finden und können teurer werden. Supplier haben mit gestrichenen oder verspäteten Flügen zu kämpfen. Lange Wartezeiten bei Anrufen betreffen Reisende und Reisebüros gleichermaßen. „Die Supplier haben mit einem Mangel an verfügbaren Arbeitskräften zu kämpfen, während die Mitarbeiter, die zurückgeholt werden, aufgrund der langen Arbeitslosigkeit und der Veränderungen in Bezug auf Technologie, Systeme und Tools zusätzliche Schulungen benötigen”, so Philipsen. Die Auswirkungen der Knappheit treffen Reiseberater und Reisende gleichermaßen. Sie erleben lange Warteschleifen und führen viele rein informative Gespräche, die nicht direkt zu Buchungen führen, es dauert länger als vor COVID.

Reiseinformationen als eine Dienstleistungskategorie

Um die Bedenken im Zusammenhang mit diesen neuen Mustern auszuräumen, müssen Travel Manager den Reisenden in jeder Phase ihrer Reise Echtzeitinformationen zur Verfügung stellen. „Wenn wir über neue Muster sprechen, dürfen wir die Reiseinformationen als Servicekategorie nicht außer Acht lassen”, so Philipsen. „Ein informierter Reisender ist ein selbstbewusster Reisender, und das ist genau das, was wir für diese neue Zukunft des Reisens brauchen.”

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