Gar nicht 08/15: Die etwas andere Geschäftsreise

Wenn Rockbands auf Tour gehen, ist es sicher nicht das, was man sich unter einer klassischen Geschäftsreise vorstellt. Aber auch das ist Business Travel Alltag. Über Promo-Touren, Sicherheits-Eskorten und große Pötte…

Promo-Touren für Rock- und Pop-Künstler

Amelie Gemander ist Promotion-Koordinatorin bei Universal Music in Berlin-Friedrichshain. Wenn ein neues Album herauskommt, haben die Künstler Interviews und Auftritte in TV- und Radioshows. Gemander stellt daraus eine Promo-Reise zusammen, beispielsweise für Milky Chance oder Wincent Weiss. In unserem aktuellen Geschäftsreisemagazin move plaudert sie aus dem Nähkästchen. Ihr persönliches Highlight war die Begleitung von Andreas Bourani rund um die Fußball-WM 2014. Wenn Sie mehr erfahren wollen, abonnieren Sie unser kostenloses Magazin für die Geschäftsreise gleich hier.

In die entlegensten Ecken der Welt

Weniger Glamour, dafür aber äußerst ungewöhnliche Reiseziele sind für Nordex das tägliche Brot. Der Hersteller von Windkraftanlagen baut nicht nur Megawatt-Turbinen, sondern stellt sie auch rund um den Globus auf. Für die 2.000 aktiv Reisenden kann eine Geschäftsreise schon mal in eine entlegene Ecke Südafrikas oder Uruguays führen. Da gibt es dann kein Taxi vom Flughafen zur Baustelle, sondern es ist ein Mietwagen mit Allradantrieb erforderlich. In einigen Ländern werden die Mitarbeiter sogar per Eskorte zur Site gebracht, damit sie sicher ans Ziel kommen.

Das Thema Sicherheit hat hier höchste Priorität. Nordex hat eigens die Position des Security Managers geschaffen und mit ihm zusammen eine Notfallkette eingerichtet. Dafür nutzt das Unternehmen DecisionSource von BCD Travel. Hier sind die aktuellen und künftigen Reiseziele der Mitarbeiter auf einen Blick zu erkennen. So kann das Unternehmen im Gefahrenfall sofort aktiv werden.

 Bei Anruf: Lotse

Für den Seelotsen Tobias Dihrberg, der vor einiger Zeit für move online seinen Arbeitsalltag beschrieben hat, ist im Grund jeder Arbeitstag eine besondere Geschäftsreise. Er kommt zum Einsatz, wenn die großen Schiffe von der Nordsee aus den Mündungsbereich von Jade und Weser erreichen. Das ist sein Revier und das kennt der Lotse wie seine Westentasche. Er hilft dem Kapitän, das bis zu 400 Meter lange Schiff sicher durch das Revier zu manövrieren. Mit jedem Einsatz muss er sich auf ein neues Schiff und eine neue Mannschaft, aber auch auf Wetterlage, zum Beispiel verminderte Sicht durch dichten Nebel oder Schneefall, Gezeitenstrom, Sturm, Begegnungs- oder Überholverbote einstellen. Einen geregelten Arbeitstag haben Schiffslotsen nicht. Normalerweise beginnt ihr Einsatz mit einem Anruf. Zwei Stunden später müssen sie an ihrem Arbeitsplatz sein. Mit einem Tender oder Lotsenversetzboot fahren sie zum Lotsenschiff und von dort zu dem Schiff, das auf ihre Hilfe wartet.